Gans früher -
Die Geschichte

Der Name „Gänse Markt“ erfährt seine Herkunft aus dem Mittelalter und aus dem Handeln und Treiben des Hansemarktes auf dem Mariekirchhof.
Der Hansemarkt in Dortmund blickt auf eine über tausend Jahre alte Tradition zurück. So war er damals Dreh- und Angelpunkt für den öffentlichen Handel in Westfalen und einer der größten Märkte im Mittelalter.

Er war einer der wichtigsten Märkte im damaligen Reich und teilte sich seine hochangesehene Position mit den namhaften Märkten der Städte Mainz und Köln. Die Märkte fanden damals als Jahrmärkte statt, die nur einmal jährlich um die Kirchen herum verteilt stattfanden. Erst später wurde der Marktplatz erschaffen, so wie wir ihn heute kennen. Über die Zeit hinweg – insgesamt über 700 Jahre des regen Handelns – kristallisierte sich aus dem damaligen Jahrmarkt, welcher zwischenzeitlich 2-malig pro Jahr stattfand, der heutige Wochenmarkt heraus. Wurden die Waren früher nur an offenen Ständen preisgeboten, ging man später dazu über, Verkaufsbuden und sogar Verkaufshäuser einzuführen. Der Geschäftsverkehr wuchs stetig und ist in erster Linie dieser Entwicklung zu verdanken. Die Händler und Kaufleute waren zumeist Bauern aus dem näheren ländlichen Umfeld, die auf dem Marienkirchhof ihre Waren preisboten. Der Marienkirchhof-Markt bekam deshalb auch den Namen & Butter- und Geflügelmarkt. Am Wirtshaus Zum Drachen, befand sich außerdem noch ein kleiner Fleischmarkt. Er verschwand mit dem Hansastraßendurchbruch in den Jahren 1902 bis 1906 und wurde schließlich auf den Hansaplatz verlegt, der ab dann auch als Marktplatz genutzt wurde.

Die Tradition lebt weiter

 

Der größte Andrang herrschte ab der Erschaffung des großen Platzes zwischen Reinoldikirche und Rathaus. Der Markt fand zunächst immer Mittwochs statt. Dann, im 16. Jahrhundert, kam der Samstag als weiterer Markttag hinzu. Außerdem wurden offizielle Marktzeiten festgelegt, die ab diesem Zeitpunkt an mit einer Glocke eingeläutet wurden. Dem starken Andrang verdankte der Wochenmarkt insbesondere den Handelsstraßen Hellweg und Münster – Köln. Der guten Anbindung wegen hausierten auch viele Durchreisende in der

Nähe des Marktes und brachten so viele Neuigkeiten mit. Außerdem reisten viele Schausteller wie Gaukler und Hausierer auf der Suche nach guten Einnahmequellen oder Unterkünften über die Märkte. Der Wochenmarkt findet noch immer statt und wieder an historisch bedeutsamer Stelle am Rathaus. Und zwar immer mittwochs und samstags, wie traditionell.